18. März 2009

Heftige Tage

Die letzten 3 Tage waren echt heftig!
Ich habe endlich mal wieder erlebt, wie es ist, rund um die Uhr für Gott im Einsatz zu sein. Sonntag war erstmal Gottesdienst und dann hatte ich gleich danach ein Gespräch mit jemanden aus unserer Gemeinde. Einem Mädel von uns geht es nämlich SO RICHTIG dreckig und da haben wir erstmal geschaut, was wir da tun können, um zu helfen. Dann bin ich gleich mit Lydia und Dorli und Lydia ins Kraftwerkt, weil es da zwischen Leuten aus Plan C ziemlich Knatsch gab und da haben wir uns erstmal um den "Projektchef" gekümmert und waren dann noch über 2 Stunden in ner Kneipe und haben in nem recht anstrengenden aber fruchtbaren Gespräch alles klären können, so richtig mit Happy End.
Dann sind wir noch zu dritt ins McDonalds um unser Abendessen nachzuholen und da gabs auch nochmal richtig krasse Gespräche über Gott. Was mich an diesem Tag aber am meisten berührt hat, und immer noch berührt, war ein Bettler im McDonalds. Als wir reinkamen, hat er mich total lieb angesehen und mit mich mit einer übelsten Sanftmut in der Stimme begrüßt, als würde er mich schon ewig kennen. Ich habe ihn aber mehr oder weniger links liegen gelassen. Nach dem wir unser Essen hatten, kam er nochmal an unseren Tisch und bat uns um ein bisschen Geld für etwas zu essen. Ich habe ihn nicht mal angesehen und gesagt, ich hätte nichts. Er hat sich dann trotzdem total lieb bedankt und hat uns noch nen schönen Abend gewünscht, ohne Verbitterung oder Enttäuschung in der Stimme, sondern echt liebevoll. Das hat mich schon ziemlich getroffen, aber ich war dann in ein Gespräch mit Dorli verwickelt und da hab ich das schnell wieder vergessen. Erst auf dem Heimweg hat mich das wieder eingeholt uns als Lydia sagte, dass dieser Mensch einen Jesuskopf auf dem Kehlkopf tatoowiert hatte, hat mich das echt geschockt und ich war unglaublich enttäuscht von mir. Es kam mir irgendwie vor, als hätte ich Gott selbst damit in den Arsch getreten und auch jetzt bringt uns der Vorfall echt noch zu Tränen, auch weil ich da total enttäuscht von mir bin. "Was ihr meinem geringsten Bruder getan habt, das habt ihr mir getan"
Man kann in Worten echt schlecht vermitteln, wie dieser Mensch war und was seit dem in uns vorgeht, aber da muss Gott definitiv seine Hände im Spiel gehabt haben.

Gestern war Pricilla da und wir haben zusammen Bibel gelesen und bis in die Nacht hinein gesprochen und das war auch sehr intensiv. Mir wurde da richtig klar, dass mir der Stress mit Arbeit und Uni wirklich viele solcher Zeiten geraubt hat und mir da auch im Glaubensleben vieles abhanden gekommen ist. Ich hoffe aber jetzt, das wieder auf die Reihe zu bekommen, jetzt wo ich wieder live erlebt habe, wie spannend und berührend das Leben mit Gott sein kann.

Jetzt fahre ich aber erstmal nach Leipzig und besuche den Zyni und da freue ich mich auch total drauf! Hauptsache mit läuft nicht der LVB-Biber über den Weg! ^^

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1 Comments:

Blogger Peacey's kranke Gedankenwelt said...

Oh fuck....Aber Süßer, auch wenn sowas nicht passieren soll, weiß Gott, dass Du das nicht so gemeint hast. Weißte ja selber, oder? Und sieh es als Schulung für's nächste Mal. Das Problem is nur, dass wenn wir versuchen, alles auf einmal zu tun, gar nichts mehr klappt. Du hast dich auf ein wichtiges Gespräch konzentriert. Das kommt vor, Schatz. Aber ich bin mir sicher, dass das beim nächsten Mal anders läuft. Kenn Dich doch....Besonders wenn Du DIESEN Mann wiedersiehst,wirst Du ihn wahrscheinlich nicht nur auf ein Essen einladen, sondern auch das Bedürfnis verspüren, ihm die Sache zu erklären. Obwohl er sich an den Vorfall nicht erinnern können wird, kann ich mir vorstellen, dass er sich sehr darüber freut, dass Du länger über ihn und seine Situation nachgedacht hast.Wenn Du ihm eine besondere Freude machen willst, dann kannst Du ihm sagen, dass Du Gott bittest, ihn zu segnen. Ist er Christ, wird er Dich auf Anhieb verstehen. Wenn Du ihn nicht wiedersiehst, bete für ihn. Essen und Geld (wenn auch extrem wichtig für's Überleben) sind nur Flickwerk. Sie bringen ihn über den Tag. Sie helfen ihm, bis er das nächste Mal Hunger hat. Aber sei sicher: Segen bleibt, Segen IST, so wie Gott immer IST und sein wird. Also bitte beruhige Dich, verzeihe Dir, wie Dir Gott längst verziehen hat (auch das weißt Du ganz sicher) und bete. Vllt. betest Du einfach wenn Du daran denkst ab und zu auch in Zukunft für ihn. Das ist wahre Hilfe. Denn ER kann ALLES für ihn ändern. Mehr als Essen und Selbstvorwürfe. Versprochen ;-)

04:49  

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